Quarterlife-Crisis: An diesen 3 Fragen erkennst du, ob du von dieser „Lebens-Krise“ betroffen bist

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Wirtschaftskrise, Corona-Krise und jetzt auch noch Quarterlife-Crisis? Nein, danke! Doch tatsächlich scheint es so, als ob ich gerade in einer spannenden Phase stecke, die mich morgens noch mit super Laune aus dem Bett steigen und spätestens ab Nachmittag in völliges Gefühls-Chaos und endlose Gedankenschleifen verfallen lässt. Ob auch du in der Quarterlife-Crisis steckst, kannst du anhand der folgenden 3 Fragen überprüfen.

„Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele?“, diesen Satz durfte ich mir schon sehr früh von meiner Mutsch anhören. Denn immer wenn ich völlig übers Ziel hinausgeschossen und damit meiner inneren Welt den Krieg erklärt habe, kam dieser Satz von ihr.

Wer hätte gedacht, dass ich ihn ein paar Jahre später (genau im Quarterlife) noch einmal genauer unter die Lupe nehme und ihn nicht nur mit einem Augenverdreher im Raum stehen lasse.
Alles hat damit begonnen, dass sich ein komisches Gefühl in der Magengegend breit gemacht hat. Am Anfang hat dieses Gefühl nur kleine Nachrichten gesendet. Ganz kurze und ziemlich unscheinbare. Doch als ich nicht darauf reagierte, weil ich ja mit meinem Leben „zu bussy“ war, wurde die Stimme lauter und brüllte mich irgendwann an „Mensch, wach auf! Was machst du denn eigentlich da? Soll das schon alles gewesen sein? Hattest du nicht andere Pläne?“, bäm. Das hat gesessen. Und seitdem lassen mich diese Gedanken nicht mehr los. Im Internet und in zahlreichen Büchern wird dieses Phänomen als Quarterlife-Crisis bezeichnet – hmm, gar nicht mal so abwegig!
Diese „Krise“ tritt scheinbar bei vielen Menschen zwischen 20 – 35 Jahren auf. Und wer weiß, vielleicht lässt sich dadurch auch die ein oder andere „Verwirrung“ bei dir erklären, die genau in diesem Alter auftritt.

Quarterlife-Frage #1: „Das ist jetzt mein Leben?“

Jep. Und mit dieser Antwort wurde das Gefühl immer unangenehmer. Irgendwann hilft jedoch auch die 10. Tafel Schokolade oder die 8. Flasche Wein nicht mehr, um sich abzulenken. Jetzt heißt es hinschauen. Was genau finde ich gerade nicht gut? Wieso möchte ich den aktuellen Zustand nicht zu einem Dauerzustand machen? Und ich sag dir eins: dieses Hinschauen tut verdammt weh. Denn es bedeutet ehrlich zu sich selbst zu sein. Sich nichts schön reden oder einfach mit geschlossenen Augen weiter machen. Nein, diese Frage erfordert eine Entscheidung. Und zwar eine, die dich aus deiner Komfortzone holt und in ein neues Chaos katapultiert.
Aber hey, zum Glück hast du dir vorher durch den Frust, den diese Frage auslöst hat, einige Extra-Rettungsringe angefressen – also keine Sorge! Untergehen wirst du schon mal nicht 😉

Quarterlife-Frage #2: „Wer bin ich wirklich?“

Puh, das ist eine gute Frage. Bist du etwa der Bänker, der jeden Tag 8 Stunden seine Kunden berät? Bist du die Erzieherin, die ihren Gruppenkindern mit viel Liebe begegnet? Bist du die Langzeitfreundin von xy? Bist du die Tochter von Herrn xy? Im Laufe unseres Lebens nehmen wir so viele Rollen an und merken nicht einmal mehr, was davon wirklich eine Identität ist und was nicht. Hast du dich schon einmal gefragt, wer du wirklich bist? So ganz ohne deinen Job, deine Gehaltsklasse, deine Beziehung? Wenn du alles aufgibst, von 0 startest, wer bist du dann? Und ja, diese Frage ist nur etwas für Mutige! Denn wenn du sie dir einmal gestellt hast, gibt es kein Zurück mehr. Dann steht sie im Raum und du wirst dich ein Leben lang auf die Suche nach der Antwort machen. Die Frage ist nur? Gehst du bewusst auf diese Suche oder rennst du dein Leben lang unbewusst irgendetwas/jemandem hinterher, weil du hoffst, dass du dadurch eine Identität bekommst? Die Quarterlife-Crisis gibt dir die Chance, genau das für dich zu bestimmen.

Quarterlife-Frage #3: „Karriere oder Familie? Was ist für mich wirklich wichtig?“

„Also in deinem Alter war ich schon verheiratet und Mutter“, wenn ich solche Aussagen um die Ohren geschmettert bekomme, weiß ich nie, ob ich der Person anerkennenden auf die Schulter klopfen und sagen soll: „Wow, Respekt! Und wie geht’s dir damit?“ Oder ob ich stattdessen beschämt auf den Boden schauen sollte, weil ich weit von diesem Ziel entfernt bin.
Es stellt sich mit Mitte/Ende 20 die Frage: Was ist mir wichtig? Möchte ich jetzt alle möglichen akademischen Abschlüsse, damit ich mir in jedem Falle eine gute Weiche für eine schnelle, steile Karriere stelle oder melde ich mich lieber auf 10 Dating-Plattformen gleichzeitig an, um vielleicht doch die Liebe meines Lebens zu finden, bevor es zu spät ist und dann im schlimmsten Fall das Horror-Szenario mit 20 Katzen und der alten, verbitterten Dame eintritt?! It’s your choice, baby!

Wenn du dir diese 3 Fragen noch nie gestellt hast und dich gerade einfach nur für dein Leben feierst: Herzlichen Glückwunsch! Du scheinst erst in ein paar Jahren mit der Midlife-Crisis konfrontiert zu werden.

Für alle diejenigen, die sich gerade in der ein oder anderen Frage entdeckt haben: Welcome to the club! Hier gibt es jede Menge Konfetti, Gefühlsausbrüche und Zweifel. Doch weißt du, was danach auf dich wartet, wenn du durch dieses Chaos jetzt angehst? Ein Leben, das genau deinen Ansprüchen entspricht. Auf das du in 70 Jahren zurückschaust und sagen kannst: „Geil war’s!“ Denn ich bin der Meinung, dass es genau darauf ankommt: den eigenen Weg zu gehen, zu wachsen und so viele Dinge ausprobieren und Erfahrungen zu sammeln, wie nur möglich.


In diesem Sinne, Jungs und Mädels, Gläser hoch auf die neue Lebensphase und die damit verbundenen Fragen, die uns in nächster Zeit sicher das ein oder andere Mal aus der Komfortzone werfen werden 😉 Bausparverträge, Eigentumswohnungen und TV-Einbauschränke können wir uns später immer noch zulegen.

Was ist deine Meinung zur Quarterlife-Crisis? Schreib mir doch gerne mal in den Kommentaren, ob du dich damit schon beschäftigt hast und inwieweit dich das Thema interessiert.
Ich freue mich auf den Austausch 🙂

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