#13 Kalte Heizungen & Jacken im Sommer: Der ganz gewöhnliche Alltag einer Frostbeule

Du trägst im Sommer auch bei 23 Grad eine Jacke? Und Kuschelsocken gehen auch im Frühling noch? Willkommen im Club der Frostbeulen, oder besser gesagt der unterkühlten Menschen. Ich bin diesem Verein schon ziemlich lange (unfreiwillig!) beigetreten und habe auch in manchen Kreisen deshalb diesen ehrenwerten Spitznamen. Alles Weitere dazu erfährst Du hier.

Heute morgen ist es mir durch den Kopf geschossen, warum ich mich genau an diesem Morgen so wohl in meinem Home-Office fühlte: Mir war kalt. Und diese Kälte kam mir aus den guten alten Bürotagen verdammt bekannt vor.
Denn wenn Du mit fünf „coolen“ Typen zusammen arbeitest, kann die Heizung gar nicht richtig warm werden.

Im Winter ging es dann sogar soweit, dass meine Kollegin und ich in Winterjacke an der Heizung im Büro saßen und die Jungs teilweise schon ihr T-Shirt ausgepackt hatten – falsche Welt? Wohl eher zwei Frostbeulen zu viel 😉

Zu blöd, dass ich jedoch im Home-Office alleine war und die Heizung trotzdem nicht warm wurde – ernsthaft jetzt? Also saß ich die komplette Woche mit Decke vor dem PC und wurde bei den online Meetings ziemlich irritiert angestarrt – warum eigentlich, liebe Kollegen? Draußen waren es doch bloß 25 Grad und ein bisschen Sonne!

„Leute, es ist richtig heiß: Miriam hat ein T-Shirt an!“

Meinen persönlichen Höhepunkt als Frostbeule erreichte ich wohl im Zeltlager vor 3 Jahren.
Es war Mitte August und die Temperaturen betrugen 20-25 Grad. Doch anstatt wie alle anderen in kurzen Sachen rumzurennen, trug ich sogar noch eine Weste auf dem T-Shirt – Wald und so! 

Doch es gab einen Nachmittag, der extrem warm war und auch die Bäume rund herum konnten die Hitze nicht zurückhalten. Also saß ich mit T-Shirt in der Runde. In meinen Augen nichts aufregendes, doch plötzlich schrie eines der Kinder: „Leute, es ist richtig heiß! Miriam ist der Beweis dafür! Sie hat heute sogar ein T-Shirt an!“ – danke auch…

(Viele) Kleider machen Leute – und was für welche!

Unangenehm wird es vor allem, wenn es im Sommer auch Abends länger geht und Feierlichkeiten oder Veranstaltungen draußen stattfinden. Meine Freunde bringen sich dann ein dünnes „Jäckchen“ mit, und ich? Ich habe auf jeden Fall einen Cadigan dabei, eine Lederjacke für oben drüber, ein dickes Schal, manchmal noch eine Mütze und zur Not liegt auch eine Decke im Kofferraum bereit. Und nein, ich bleibe nicht länger als die anderen Gäste.

Meine rhetorische Frage „Ist es kalt draußen?“, wird mir zuhause schon gar nicht mehr beantwortet. Jegliche Antwort kann und wird nämlich gegen Dich verwendet, versprochen! („Papa, Du hast doch gesagt, dass es warm ist!“ – ich, kurz vor dem Kälteschock nach einem kleinen Spaziergang im T-Shirt, weil ich Papas Wärme-Empfinden vertraut habe)

Dafür punkten bei mir Menschen, die freiwillig ihre Jacken, Schals, Decken oder Kuschelsocken an mich abgeben, wenn sie meine blau-angelaufenden Lippen und zitternden Hände sehen. Andersherum kommt es eher selten vor, dass ich meine zu viel mitgebrachten Sachen (gibt’s das überhaupt??) an andere Leute weiterreichen darf – naja.

Vor einiger Zeit war ein Kollege nach einem High-Five mit mir völlig geschockt: „Deine Hände sind ja eiskalt!“, nichts Neues. Ich zuckte nur mit den Schultern. „Ich habe mal gehört, dass Frauen kalte Hände haben, weil sich ihre komplette Energie im Schoßraum sammelt“ – spannende Info! Darüber werde ich auf jeden Fall mal nachdenken – und das nächste Mal mit Handschuhen einschlagen 😀 

Zum Schluss möchte ich Dir ganz unverfroren noch einen Tipp geben: Solltest Du um Dich herum Menschen haben, die eher zu viel als zu wenig anhaben und bei dem kleinsten Windstoß schon die Heizung anmachen: Belächele sie nicht. Nimm sie stattdessen einfach in den Arm und muntere sie mit folgenden Worten auf: „Die Klimaerwärmung hat auch ihre positiven Seiten.“

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