#12 Friede, Freude, EierKUCHEN: Eine Leidenschaft für mich!

Kein anderes Land (oder ist es eher die Familie?) wie unseres, zelebriert
(Feier-)Tage mit so viel Kuchen. Warum mir Kuchen so wichtig ist und welche tiefen Gefühle das süße Gebäck in mir auslöst, exklusiv in diesem Beitrag.

Kuchen geht immer. Das meine ich ernst!
Denn irgendwie scheint mein Unterbewusstsein sehr auf dieses süße Gebäck-Zeug trainiert zu sein. Wann immer es etwas zu feiern gibt, steht direkt die Frage im Raum: „Gibt es auch Kuchen?“

Und wenn ja, wieviel?

  • Denn was wäre ein Geburtstag mit nur einem Kuchen? 
  • Wie würden wir uns fühlen, wenn am Muttertag nur ein paar Muffins angerichtet werden?
  • Und wie um Himmelswillen würden wir überleben, wenn das Sonntags-Treffen mit der Familie ohne Kuchen ablaufen würde?

Richtig, wir würden uns wie die Schweden fühlen. 

Fragt mal unseren Schweden, was der für Augen gemacht hat, als er zum ersten Mal in unserem „Celebration-Radius“ gelandet ist. Er hat uns ungläubig mit offenem Mund angestarrt und dann verunsichert gefragt, wer denn diese 7 Kuchen essen sollte.

Was soll die Frage? Wir sind doch schließlich 8 Personen!

Kuchen strahlt Geborgenheit und Glück aus

Gerade heute habe ich mich wieder gefragt, warum diese deutsche Tradition mit Kaffee und Kuchen eigentlich so anziehend ist. Und ich glaube, das hat nichts mit unserer weiterverbreiteten Zuckersucht zu tun. Nein, ich glaube, dass wir dieses gemütliche Gefühl des Beisammenseins lieben – während wir die süßen Teigkreationen genüsslich verspeisen.

Stell Dir nur mal vor, wir würden uns zu sauren Gurken und Teewurst treffen? Das wäre nun wirklich nicht gemütlich!

Und diese großzügige Planung, mit der Überproduktion an Kuchen, ist wohl unserer Angst vor möglichem Mangel geschuldet. Denn würden wir es überleben einmal weniger als 3 Stückchen zu essen? Wohl kaum!

Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an einen Familien-Geburtstag:
Wie an jedem dieser besonderen Feste steuern die Frauen der verschiedenen Generationen (Opa lassen wir doch nicht an den Herd!) einen Kuchen bei – im Idealfall sind es unterschiedliche Köstlichkeiten. 

Nun ist das jedoch bei uns so eine Sache. Oma 1 backt fast zu jedem Geburtstag ihre obligatorische Schwimmbad-Torte (keine Sorge, Chlor ist keine Zutat darin) und Oma 2 bringt einen Käse- oder Streuselkuchen vorbei. 

Mutsch backt dann noch ihren berühmten (und ultra leckeren) Maulwurfkuchen – O-Ton an dieser Stelle von Mutsch, als sie den Beitrag las: „Du meinst wohl eher meine MaulwurfTORTE!“ Okay, von mir aus auch das.

An sich hätten wir damit schon 3 Kuchen. Doch die besorgte Miene von Oma 1 macht deutlich, dass es bei dieser Anzahl „auf keinen Fall bleiben wird“ – die isst ja Opa alleine auf!

Also backt sie noch schnell einen Blechkuchen und Mutsch 12 Muffins. Jetzt fällt Oma 2 noch auf, dass sie ja noch einen Kuchen eingefroren hat, den sie auch mitbringen kann.

Na wer sagst denn? 
6 Kuchen (bzw. 5 Kuchen und 12 Muffins) später stehen wir alle vor einem riesen Kuchenbuffet und merken, dass wir uns da doch etwas überschätzt haben – oder etwa nicht?

Da sage ich nur: Happy Birthday!

Je mehr, desto besser: Unsere Kuchen-Manifestationsformel

Egal ob Diät oder großes Schlemmen: ein Kuchen kann immer gebacken werden. Denn zum Glück gibt es auch so etwas wie Low-Carb Kuchen – wobei, darauf kann man eigentlich verzichten…

Unsere Familie ist nämlich ziemlich „experimentierfreudig“: Es gab schon Kuchen ohne Zucker, mit Zuckerersatz, ohne Mehl, ohne Eier, (ohne Geschmack) etc.

Doch meistens, muss ich leider zugeben, blieb das gewöhnliche Geborgenheitsgefühl an dieser Stelle, zusammen mit der fehlenden Zutat, aus. 

Stattdessen fragte ich mich, warum man so etwas überhaupt noch Kuchen nennen darf?!
Ist ja fast wie alkoholfreier Sekt…

Kein Kuchen ist auch keine Lösung

Ja, Kuchen ist vielleicht nicht das idealste Nahrungsmittel, wenn es darum geht fit, gesund und schlank zu bleiben. Dennoch ist Kuchen ein Erfolgsgarant:

  • um sich im Team beliebt zu machen
  • neue Freunde auf Partys zu gewinnen (beim Rezepte-Austausch)
  • oder sich mit seiner Torten-Kreation jedes Mal in den Mittelpunkt zu stellen – love it!

Wie sagte ein guter Freund von mir neulich, als ich mich mal wieder über meine letzte Torten-Eskalation beschwert habe?
„Ach Miriam, mach Dir keine Gedanken über das viele Kuchen essen! Dann haben wir wenigstens alle mehr von Dir!“ – danke, Benny!

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