#9 Mimschke und Co: Mein Neologismus-Fanatismus

Deutsch war eines meiner beliebteren Fächer in der Schule. Eigentlich hatte ich nie wirklich ein Lieblingsfach. Doch es gab Fächer, bei denen ich schon die Augen verdreht habe, bevor ich sie überhaupt besuchte.

Bei Mathe und Chemie habe ich mir z. B. oft gewünscht, dass der Lehrer eine plötzliche Migräne bekommt oder zumindest mehr Mitgefühl entwickelt für die weniger begabten Schüler in der Klasse – inklusive mir.

In Deutsch konnte ich mich schon immer gut austoben. Denn das Aneinanderreihen von Worten, die auf einmal Sinn machen und Spannung erzeugen, hat mich direkt begeistert.
Ich habe sogar schon vor meiner Schulzeit, während Mamas Schwangerschaft mit meinem Bruder, ein Bilder-Buch für sie erstellt, das auch schon erste erklärende Sätze beinhaltete.

Dieses Buch gibt es noch immer und beweist eindrucksvoll, warum ich heute nur noch Texte schreibe und das Malen lieber anderen überlasse.

In der Grundschule besuchte ich in der vierten Klasse sogar schon einen Schreibkurs, durch den ich lernte, dass Pferdegeschichten wohl eher nicht so mein Ding sind und ich mich lieber auf das Wichtigere im Leben konzentriert wollte: Liebesgeschichten natürlich – zumindest das, was ich mit 10 Jahren unter Liebe verstand 😉

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Wortneuschöpfungen begeistern mich beim Schreiben sehr. Und auch im Alltag sind sie wunderbar einsetzbar und werden im besten Fall direkt von anderen adaptiert.

Woher das Wort MIMSCHKE wirklich stammt

Mein voller Name hat etwas liebliches und klingt ja ganz nett. Aber in gewissen Momenten (wenn der Tollpatsch so richtig am Werk ist) passt Miriam einfach nicht. Deshalb musste etwas Neues her. Und wer konnte das besser als ich selbst? Richtig, niemand.

Im Laufe der Zeit bekam ich einige Spitznamen zugeteilt: Mimi, Miri (der wohl bekannteste), Moery (dessen Sinn ich noch nie verstanden habe) und Mimamam (die süßeste Versuchung seit es meine Cousinen gibt).

Mimschke nenne ich mich also nicht nur selbst, sondern wird auch gerne von Family, Freunden und sogar Kollegen verwendet, wie ich neulich (vor Corona natürlich) im Büro „erschreckend“ festgestellt habe.

„Mimschke, kannst Du mal kurz hier rüber kommen?“ – ohne drüber nachzudenken bin ich aufgestanden und habe dann erst gecheckt, dass ich jetzt offiziell unter diesem Namen mitlaufe. Ja, moin!

Und zu jeder Mimschke gehört natürlich auch eine Mutschke, kurz gesagt: Mutsch.
Sie ist sozusagen die Schöpferin dieses einzigartigen Wesens, das hier gerade sein „ganzes Leben“ in Schriftform für Dich niederschreibt.

Statt Mama, Mami oder Mom gibt es bei uns zuhause jetzt die Mutsch.

Bis jetzt hat sie sich auch noch nicht darüber beschwert – naja, zumindest hat sie mir kein noch besseres Angebot gemacht, das ich angenommen hätte…

Das Leben ist einfach opti-wopti!

Es gibt noch ein Wort, das ich Dir sehr ans Herz legen möchte, was auch made by Mimschke ist und welches Dein Leben direkt verbessern wird. Denn dann ist alles opti-wopti bei Dir!

Die Entstehungsgeschichte zu diesem Wort ist leider nicht mit überliefert, aber ich kann Dir garantieren, dass es einen guten Auslöser dafür gegeben haben muss.
Das Wort ist so gut, dass sogar Mutsch es übernommen hat und mir neulich einen Snap geschickt hat:

„Mimschke, also mein Tag läuft heute opti-wopti und Deiner so?“, besser kann ein Gespräch doch gar nicht laufen, oder?

Ich bin mir sicher, dass mir im Laufe meiner Schriftstellerischen-Tätigkeiten (Bloggen kann ja jeder!) noch mehr Wörter einfallen werden, die dringend in unseren deutschen Wortschatz mit aufgenommen werden sollten.

Mein Ziel ist es entweder in den Duden damit zu kommen oder zum (Un-)Wort des Jahres gekürt zu werden – dream big, baby!

In diesem Sinne – Tschö mit Ö meine Freunde!